Key Facts
Ausrüstung
- Steigeisen
- Eispickel
- Helm
- Gurt
- Seil
- Kletterausrüstung
Routenverlauf
Tourenbericht
Coaching am Fels
Eine Hochtour als Coaching — das heisst: Lucy voraus. Dominik ist dabei, aber nicht im Seil. Er beobachtet, gibt Feedback, würde einschreiten wenn es brenzlig wird — tut es aber nicht. Lucy und Timo bilden die Seilschaft. Die Bedingungen am Chli Leckihorn sind optimal, der Fels trocken, die Route klar. Lucy steigt die meiste Zeit vor, sucht die Linie, platziert den Fuss, entscheidet. Genau das ist der Sinn. WS+, 3c — technisch genug, um zu lernen, zugänglich genug, um in den Flow zu kommen.
Der erste Gipfel fühlt sich verdient an. Nicht wegen der Schwierigkeit, sondern wegen der Haltung, mit der er erreicht wird.
Das Gewitter, der Kuchen, und der zweite Versuch
Am Pass zwischen den beiden Gipfeln ändert sich die Stimmung. Östlich zieht ein Gewitter auf — schnell, dunkel, laut genug. Der Gipfel des Gross Leckihorns verschwindet im Grau. Wir steigen ab, rund 150 Höhenmeter, ruhig und zügig. Gedanklich sind wir da schon bei Kaffee und Kuchen in der Rotondohütte.
Dann das Zögern. Die Wolken reissen auf. Das Gewitter zieht durch, nicht über uns. Der Gipfel zeigt sich wieder. Die Sehnsucht ist grösser als die Erschöpfung — und so steigen wir ein zweites Mal hoch. Am Gross Leckihorn übernimmt Dominik aus zeitlichen Gründen die Seilschaft. Der Gipfel gehört uns doch noch.
Fazit
Zwei Gipfel, ein Gewitter, ein kurzer Rückzug und eine Umkehr der Umkehr. Kurze Zu- und Abstiege, tolle Kraxelei, eine Seilschaft die funktioniert. Als Coaching-Tag war es mehr als das: Lucy hat bewiesen, dass sie führen kann — und wir haben gelernt, dass es sich manchmal lohnt, nochmal umzudrehen.