Key Facts
Routenverlauf
Tourenbericht
Bedingungen
Ende Dezember, ein trockener Winter — zu wenig Schnee für Skitourengeher, die an diesem Tag reihenweise umkehrten. Für Schneeschuhläufer war es dagegen ideal: genug Schnee, ein durchgehend guter Untergrund und kaum Spuren.
Aufstieg
Von Bivio geht es zügig in den Hang. Die Kälte ist von Beginn weg spürbar — weit unter null, dazu ein böiger Wind, der am Grat richtig zuzieht. Die Sicht ist trotzdem klar, und das Licht über dem verschneiten Surses entschädigt für alles.
Gipfel
Der Gipfelbereich ist ausgesetzt. Der Wind macht eine längere Pause unmöglich — kurz innehalten, die Aussicht in alle Richtungen einatmen, dann geht es wieder nach unten. Die 960 Höhenmeter stecken in den Beinen, aber der Gipfel war jeden davon wert.
Abstieg
Der gleiche Weg zurück — bis Timos Schneeschuh irgendwo auf halber Strecke den Geist aufgibt. Ein Bruch, mitten im Abstieg. Irgendwie schafft er es trotzdem zurück nach Bivio, notdürftig improvisiert und mit etwas Glück. Die wenigen Skitourengeher, denen wir begegnen, kämpfen derweil mit dem Hartschnee — unser Pech war ein anderes.
Fazit
Einer der schönsten Wintertage, auch wenn — oder gerade weil — es so roh und ungemütlich war. Der Roccabella bleibt ein Ziel, das man mit Schneeschuhen nicht nur guten Gewissens, sondern mit echtem Vorteil angeht.